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Deutschordenspfarrei St. Peter und Paul Heilbronn

Anspannen ... Abfahren ...

Am Neckar angekommen ...

Umgeben von großen Gebäuden: Neckarturm, Marrahaus ... aber die kleine Kirche wird gesehen ... und manchmal auch bewusst nicht gesehen!

Mit vereinten Kräften, mit spontanen Helfern "am Ort": ein Glockenturm darf nicht fehlen.

Bei Jazz und Einkauf war am Sonntag, den 9. Oktober, zum ersten Mal "Kirche mobil" in der Heilbronner Innenstadt. Die Heilbronn Marketing GmbH, die das Event organisiert, teilte uns eine großzügige Fläche am Marrahaus direkt am Neckar zu. Die kleine Kirche auf Rädern war hier gut sichtbar und Liegestühle am Neckarufer sollten die Menschen zur Pause und zur Entspannung bewegen. Das wurde auch in den trockenen Stunden gerne angenommen. Als dann der Regen kam, bot uns die Kapelle einen gemütlichen Platz und blieb ein Hingucker für alle Passanten.

Die Kirche mobil ist ein Teil der Gestaltung des Prozesses „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ in unserem Dekanat Heilbronn-Neckarsulm. Sie soll uns helfen, die Lebenswirklichkeiten der Menschen wahrzunehmen und unsere Kirchengemeinden auf die Probleme der Menschen auszurichten. Davon bekamen wir auch einen guten Eindruck: Die Begegnungen reichten von einem interessierten Gespräch über die Gottesmutter Maria bis zu einem leicht aggressiven „Ich will mit Euch NICHTS zu tun haben...“ Wir kamen mit Menschen ins Gespräch über Gott und Welt, verteilten Luftballons der Caritas an Kinder und unterschiedliche Flyer der Erwachsenenbildung, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung sowie Gebets- und Andachtsbücher.

Das Resümee des Tages lautete für uns: Es ist höchste Zeit, dass wir uns mit den Menschen, ihren Erwartungen, ihrem Ärger und ihrer Gleichgültigkeit beschäftigen. Diese Beschäftigung ist nicht immer einfach und kann schmerzhaft sein, für uns und für die Betroffenen. Aber einen Weg ohne die Menschen kann es weder für die Kirche geben, noch gab es ihn je für Gott. Als Christen sind wir schließlich berufen, Jesus Christus nachzufolgen. Er wurde Mensch im Wissen, dass er sich mit den Freuden und der Ablehnung der Menschen beschäftigen musste. Am Palmsonntag noch als Messias gepriesen starb er am Karfreitag den grausamen Tod am Kreuz.

In den kommenden Wochen arbeiten wir einen weiteren Fahrplan für die Kapelle auf Rädern aus: Stationen sollen unter anderem das Krankenhaus, das Gefängnis, das Arbeitsamt und der Bahnhof sein. Natürlich informieren wir Sie hier über unsere Erkenntnisse.

Florian Oehler
Dekanatsreferent