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Deutschordenspfarrei St. Peter und Paul Heilbronn
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Ein Salzstein für den neuen evangelischen Kirchenchef von Heilbronn

Zum Artikel in der Heilbronner Stimme:
https://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Ein-Salzstein-fuer-den-neuen-evangelischen-Kirchenchef-von-Heilbronn;art140897,4059717

oder im Download:

Ein Stück Heilbronn

Seit fast fünzig Jahren gehören sie zum Seniorenzentrum St. Elisabeth, sie sind ein wichtiger Baustein der Pfarrei St. Peter und Paul, sie prägen das Bild der Stadt: Die kroatischen Franziskanerinnen, die einmal einen Konvent mit 13 Schwestern in St. Elisabeth (1969) in die Arbeit der Altenpflege einbringen konnten. Längst sind es weniger geworden, aber sie waren immer da. Nun gehen die letzten Schwestern zurück in die Heimat und alle spüren, dass dieser Abschied schwer fällt. In einem Gottesdienst, den Pfarrer Roland Rossnagel und Diakon Carsten Wriedt mit einer besonders großen Hausgemeinde feierten, konnte gedankt werden: für die unzählbar vielen Dienste an den Pflegebedürftigen, für die es immer ein gutes Wort, ein Gebet und die Benachrichtigung an die Geistlichen zur Spendung der Sakramente gab. Wie viele Sterbende wussten: eine der Schwestern bleibt bei mir, betet für mich und lässt mich nicht allein.

St. Elisabeth wird auch weiterhin von der Pfarrei St. Peter und Paul geistlich begleitet und alle sind dankbar, dass mit vier indischen Schwestern von der Gemeinschaft der ewigen Anbetung wieder ein Konvent in St. Elisabeth einziehen wird; Schwestern, die schon seit zwei Jahren als Altenpflegerinnen im Haus mitarbeiten.

Foto: Linus Kraft (Facebook Dekanat Hohenlohe)


Jubiläum Dekanat Hohenlohe

Am Fest St. Peter und Paul feierte das Dekanat Hohenlohe sein 200jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst, den Weihbischof Thomas Maria Renz zelebrierte.
Das Dekanat Heilbronn - Neckarsulm war mit seinem Dekan Siegbert Denk und Diakon Carsten Wriedt vertreten.
Dem festlichen Gottesdienst schloss sich ein Festakt an mit Grußworten des Landrats und der evangelischen Dekanin. Danach referierte Dekan Ingo Kubach die Geschichte der Diözeses.
Das Fest klang aus mit einem Openair-Imbiss im Hof des Klostergebäudes. Bei idealem Wetter kamen die Mitfeiernden in gute Gespräche.


Goldenes Priesterjubiläum Don Olmos

Sie alle wurden 1968 zu Priestern geweiht: 15 Geistliche aus der ganzen Diözese haben jetzt zusammen mit Bischof Gebhard Fürst ihr Goldenes Priesterjubiläum gefeiert. Zum Festtag in Rottenburg gehörten ein Gottesdienst, das Mittagessen im Bischofshaus und der anschließende Besuch der Rottenburger Sülchen-Kirche. Bischof Fürst dankte den Mitbrüdern für deren langjährigen Dienst im Geiste Jesu Christi.

drs.de


Fronleichnam

Im Jahr 2018 feierten die Gemeinden St. Peter und Paul und St. Augustinus wieder den Gottesdienst im Pfühlpark. Die Prozession führte anschließend in die St. Augustinuskirche, wo es nach dem Abschluss zum Gemeindefest ging.


Dekanatsmaiandacht in Höchstberg 2018

http://st-peter-und-paul-hn.de//index.php?seite=3.6.16

2. Kulturworkshop

der Stadt Heilbronn im Heinrich-Fries-Haus.

Eine große Zahl Kulturschaffender und Interessierter kam, um sich über die Chancen, die Förderung, aber auch die Probleme des Publikums, den Begriff "Kultur" oder "künstlerische Freiheit" auszutauschen.
Es gibt in Heilbronn viel, aber nicht alles ist automatisch Qualität. Wie soll bzw. kann Heilbronn daran arbeiten, auch in 10 oder 20 Jahren eine Stadt mit Kultur, welcher Kultur zu sein?
Ein 3. Workshop soll die Sammlung von Ideen und Meinungen im Juli weiter konkretisieren.



Einfach dumm, wenn einige der Abwässer im Konferenzraum des Gemeindehauses herauskommen ...


Erstkommunion 2018


Großer Dank an das Vorbereitungsteam: Frau Reize, Frau Putrus, Pater Selva, Frau Goes und Frau Neidhardt.


Ostern

Der Chor am Deutschordensmünster in der bewährten Gemeinschaft mit dem Heilbronner Kantatenensemble unter der Leitung von KMD Michael Saum gestalten den Ostergottesdienst am Sonntagvormittag mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.


Osternacht


Die Pfadfinder sorgen für das Feuer, um die Osterkerze anzuzünden. V.l.: Pfarrer Roland Rossnagel, Diakon Carsten Wriedt, Jenny Arndt.

Unser Floristikteam bei der Arbeit für den Osterschmuck.



Karmette am Abend des Karfreitag



Karfreitag

Kreuzverehrung


Heilbronner Stimme am 30.03.2018 (online Ausgabe)

Symbolik zu Karfreitag: Christen lassen sich vom Pfarrer Füße waschen
Von Carsten Friese, Fotos: Andreas Veigel

Im Deutschordensmünster zelebriert der Pfarrer ein besonderes Ritual, das Jesus am Abend vor seinem Tode bewusst einsetzte. Für den Pfarrer ist es keine Überwindung, er sieht darin ein besonderes Zeichen der Mitmenschlichkeit.

Das Heilbronner Deutschordensmünster ist am Gründonnerstagabend gut gefüllt, als Pfarrer Roland Rossnagel zur besonderen Zeremonie sein Gewand ablegt und eine Schürze umbindet. Er hat Mitglieder der Gruppe „Pause“ eingeladen, Menschen, die wenig Geld haben, selten weggehen oder sozial benachteiligt sind. Wie Jesus am Abend vor seiner Kreuzigung den Jüngern, so wäscht auch Rossnagel den Menschen die entblößten Füße. Er gießt mit einem Kelch Wasser auf die Haut, trocknet mit einem weißen Handtuch alles ab.

Symbol der Menschlichkeit

Was zu Zeiten Christi die Aufgabe von Sklaven war, hat Jesus seinen Jüngern angeboten. „Er erniedrigt sich, wird den Gesichtslosen gleich und gibt ihnen sein Gesicht – so ist Gott“, erklärt Rossnagel die Bedeutung. Das Symbol sei, dass wir „Menschlichkeit zwischen uns zulassen“ – und nicht Menschen aus irgendeinem Grund ablehnen. „Wie viel Unheil entsteht dadurch“?, fragt er in Richtung Kirchenschiff. Anteil am Leben anderer zu nehmen, Fehler anderer zuzulassen und zu verzeihen, sei Kern der Botschaft.

Für den Pfarrer ist keine Überwindung nötig

Ob es Überwindung kostet, Fremden die Füße zu waschen? „Für mich überhaupt nicht“, hatte Rossnagel im Vorfeld erklärt. Es sei eher für die Gläubigen eine größere Überwindung. Er mache es „sehr gerne“. Dieses Ritual spreche mehr an als zehn Predigten, weil dabei „Emotionen in uns wach werden“.

Der Heilbronner Harry Jordan hat die Fußwaschung zum ersten Mal miterlebt. Er ist eigentlich Buddhist, wollte die Erfahrung einmal machen. Es sei schon ein besonderes Gefühl, sagt er. Das Ritual sei „eine gute und schöne Geste“.

Gründonnerstag

Eine so spezielle Liturgie fordert nicht nur die aktiven Geistlichen, Ministranten und Kirchenmusiker, sondern ganz besonders den Mesner, der alles rechtzeitig organisieren muss ... Kelche, Gefäße, Gewänder, Bücher, Hostien, Kerzen etc.


Chrisammesse im Dom zu Rottenburg

Am Montag, dem 26. März 2018, weihte Bischof Gebhard Fürst in Rottenburg die Öle zur Sakramentenspendung: Chrisam (Taufe, Firmung, Weihe), Katechumenenöl (Taufvorbereitung) und Krankenöl (Krankensalbung).
Dienstag, den 27. März 2018, werden die Heiligen Öle im Zusammenhang mit einer Eucharistiefeier im Deutschordensmünster St. Peter und Paul an die Gemeinden des Dekanats Heilbronn - Neckarsulm ausgegeben.


Palmsonntag 2018

Was wäre Palmsonntag ohne Frau Scholliers und ihre fleißigen Mitstreiterinnen?

Auch in diesem Jahr wurden Palmbuschen gebunden und verziert, so dass die Prozession und der Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein besonders festlich begangen werden konnten.

Wie gewohnt, versammelte sich die Gemeinde im kleinen Deutschhof, um von dort mit den gesegneten Palmzweigen in das Deutschordensmünster einzuziehen.


Danke der Ministrantengruppe


"Forum der Religionen"
im Rathaus Heilbronn
Auftaktveranstaltung

Viele waren der Einladung des Oberbürgermeisters Harry Mergel gefolgt, um in einen ersten Austausch der verschiedenen Religionsgruppen innerhalb Heilbronns einzutreten.

Für die Pfarrei St. Peter und Paul waren Pfarrer Roland Rossnagel und Diakon Carsten Wriedt dabei.
Wieviel wollen die Gläubigen daraus machen? Das wird sich zeigen, wenn die Bestandsaufnahme des Existierenden und die Ideen, Neues zu probieren, weiter betrachtet und diskutiert werden.



Verabschiedung Hans Nidselsge

Offizieller Abschied: Herr Hans Nidselsge (rechts) hat in eine andere Beschäftigung innerhalb der Gesamtkirchengemeinde Heilbronn gewechselt.
Die Pfarrei St. Peter und Paul dankt ihm für viele Jahre im Mesnerdienst und wünscht ihm Gottes Segen für seinen weiteren Weg.
Wir freuen uns, in Herrn Philipp Gooß (links) einen engagierten Nachfolger gefunden zu haben, dem wir ebenso Gottes Segen für seinen wichtigen Dienst für unsere Pfarrei wünschen.


BUGA 2019

Heilbronner Stimme am 17. März 2018

Kirchen bauen in Buga „Gottes Garten“

Heilbronn Auf dem Buga-Gelände haben am Freitagnachmittag gut zwei Dutzend Kinder der Adventsgemeinde gesungen, gelacht und geholfen, einen ersten Apfelbaum für den spirituellen Garten der Kirchen zu setzen. Dort werden 2019 alle Sinne für die Schöpfung geschärft.

Von Kilian Krauth

Die symbolische Pflanzung bildet den Auftakt zu Bauarbeiten, bei denen nach den Plänen der Landschaftsarchitektin Cornelia Biegert aus Bad Friedrichshall-Jagstfeld eine 1000 Quadratmeter große Fläche zu einer Art „Garten Gottes“, so die Projektleiter Esther Sauer und Peter Seitz, gestaltet werden wird: mit Paradiesgärtchen, Bäumen, Tafel, Bühne und anderen Elementen bis hin zu einer Glocke. Unter dem Motto „Leben schmecken“ soll dort mit einem großen Strauß von Veranstaltungen und Aktionen bei Buga-Besuchern das Bewusstsein für die „Bewahrung der Schöpfung“ geschärft werden, erklärten Buga-Chef Hanspeter Fass sowie die Pfarrer Roland Rossnagel und Erhard Mayer.

Zwei wesentliche Elemente der Planung sind ein Vegetationsband um das Gelände sowie das Symbol Kreuz als Wegebeziehung. Umgeben ist der Garten der Kirche durch Pappeln, die um weißblühende Stauden ergänzt werden. Das Kreuz als Symbol der Kirche und der Kraft des Glaubens ist der Mittelpunkt des Gartens. Auf der 70 Quadratmeter großen Bühne mit Bestuhlung werden Andachten, Kulturveranstaltungen sowie Mitmach-Aktionen stattfinden. Weitere Akzente setzen eine lange Holztafel zum gemeinsamen Gespräch oder Essen, sowie eine flache Wasserschale mit über zweieinhalb Meter Durchmesser aus Cortenstahl.

Erstbepflanzung im Paradiesgarten

Symbol und Funktion zugleich ist eine Glocke mit Turm, mit deren Anschlag beispielsweise Veranstaltungen angekündigt werden. Nahe der Bühne ist eine Löffel-Skulptur aus Holz des Karlsruher Künstlers Hans Wetzl geplant. Der Löffel steht für Essen und Schmecken. Gleich am Beginn des Kreuz-Weges wird eine Schreib- und Kerzenwand stehen. Besucher können an der Innenseite ihre Gedanken, Wünsche und Hoffnungen anbringen und darüber kommunizieren.

Die Pflanzaktion am Freitag wurde begleitet von Grußworten, Liedern des Kinderchores und dem Segen für Baum und Gelände durch die stellvertretenden Dekane Erhard Mayer und Roland Rossnagel. Gleichzeitig startet jetzt der Grundausbau. Hierzu gehören Pflanzungen, das Verlegen von Leitungen, Bühnenunterbau bis hin zur Aussaat des Rasens. Erst kurz vor Beginn der Buga im April 2019 werden weitere Elemente wie Schreib- und Kerzenwand, hölzerner Tisch, Glockenturm, Löffelskulptur und die Überdachung der Bühne aufgebaut.

Gemeinsames ökumenisches Projekt

Das ökumenische Projekt „Leben schmecken“ mit vielschichtigen Veranstaltungen tragen und gestalten die Evangelische Landeskirche Württemberg und die katholische Diözese Rottenburg mit anderen christlichen Kirchen aus der Arbeitsgemeinschaft christliche Kirchen (ACK). Bewältigt werden soll das vielfältige Programm, an dem mehrere Projektteams schon seit Monaten arbeiten, auch durch ehrenamtlich Mitarbeitende als Ansprechpartner für Besucher.

Rund dreihundert Personen werden benötigt, um das für alle Altersgruppen geplante Programm mit Beiträgen zu den Themen Schöpfung und Ernährung durchführen zu können. „Wir möchten damit die Erde als Garten Gottes ins Bewusstsein der Besucher rufen und werben mit diesem gemeinsamen Beitrag dafür, das Geschenk der Schöpfung und des Lebens anzunehmen, aber zugleich achtsam damit umzugehen“, betonen die Projektverantwortlichen Esther Sauer und Peter Seitz.


Lichterzauber Heilbronn am 4. März 2018

https://www.facebook.com/selvamanimsfs/videos/2043253715690046/?t=14


Kunsthalle Vogelmann und Museum im Deutschhof

teatime mit Roland Rossnagel in der Ausstellung Deacon

Eindrücke unserer Tea Time an Tag 2 rund um Richard Deacons Kunstwerk aus Eichenholz, betrachet aus der Sicht von Pfarrer Rossnagel. Vielen Dank! Was auf jeden Fall feststeht: Red Sea Crossing beeindruckt wirklich jeden.


Empfang der Pfarrei für alle Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen der Gemeinde St. Peter und Paul

Am 14. Januar 2018 war es wieder soweit: prall gefüllt und bester Stimmung versammelte sich die große Schar der vor allem Ehrenamtlichen unserer Gemeinde im Foyer des Gemeindehauses St. Peter und Paul.
Pfarrer Rossnagel dankte von Herzen für die Vielfalt und Menge der ehrenamtlichen Dienste. Auch der Zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Andreas Dylewski, sprach im Namen des Gremiums und der Gemeinde seine Anerkennung und seinen Dank aus.
Frau Mayer, seit vielen Jahren ein treue Unterstützung im Besuchsdienst, wurde für diese lange Zeit mit einem Präsent geehrt. Sie und ihr ebenso unermüdlich tätiger Mann gehören zum "Urgestein" der Pfarrei.


Kilianspfarrer rückt in Chefetage der Notfallseelsorger nach

HEILBRONNER STIMME Samstag, 13. Januar 2018

Redakteur Carsten Friese

Rochade bei den Notfallseelsorgern in Stadt und Landkreis Heilbronn: Der bisherige Leiter Jörg Spahmann, Schuldekan in Öhringen, übergibt sein Amt in jüngere Hände. Der Heilbronner Kilianskirchenpfarrer Hans-Jörg Eiding übernimmt die Rolle im dreiköpfigen Leitungsteam neben Diakon Carsten Wriedt (St. Peter und Paul) und der operativen Leiterin Regina Wurst. Gleichzeitig wird Eidings Büro in der Kirchbrunnenstraße die neue Geschäftsstelle der regionalen Notfallseelsorge.

Zwölf Jahre hat Spahmann (61) die Gruppe der Notfallseelsorger geführt, jetzt will er eine kreative Pause machen. Anlass war die Geburt seines ersten Enkelkinds, die Tochter wohnt mit Familie in Lörrach. Da sei er nun öfter als Großvater gefragt. Kontinuierlich haben die Einsatzzahlen seit dem Start im Jahr 2001 zugenommen. Von anfangs 30 bis 50 auf 176 Einsätze im Jahr 2017 – gut jeden zweiten Tag einer. Durch die gewachsene Professionalität „werden wir von den Rettungsdiensten häufiger gerufen“, erklärt Spahmann den Trend. Als eindrücklichste Einsätze bleiben bei ihm Todesfälle mit Kindern im Gedächtnis, ebenso der Einsatz nach einem Kranunfall bei einem Schulfest in Neuenstadt oder nach einer Macheten-Attacke in Gundelsheim. In vielen Situation spüre man „die tiefe Dankbarkeit der Angehörigen“, denen die Seelsorger zur Seite stehen. Er sieht die ehrenamtliche Notfallseelsorge weiter gut aufgestellt für die Zukunft.

Pfarrer Hans-Jörg Eiding (55) ist auch schon seit 2004 als Notfallseelsorger im Einsatz. Für ihn ist der besondere Dienst in extremen Notsituationen „eine unheimlich wichtige und wertvolle Aufgabe“. Es sei aber auch anstrengend, bei den Trauernden behutsam abzutasten, was sie brauchen, ohne sich aufzudrängen. Vielleicht in 20 Prozent der Fälle spreche er ein Gebet, überschlägt Eiding. Plötzliche Todesfälle in der Familie, Suizide, Unfälle – das Leid hat viele Gesichter. Vom völlig apathischen bis zum ekstatisch schreienden Angehörigen hat Carsten Wriedt (56) schon alles erlebt. Distanz müsse man wahren, „sonst geht man kaputt“, sagt Hans-Jörg Eiding. Es gebe Gespräche mit Kollegen, Supervision, eigene Rituale. Er selbst fährt vom Notfalleinsatz mit offenem Fenster und laut aufgedrehter Musik heim, andere Kollegen gingen joggen oder in die Sauna.

Zuweilen müssen die Notfallseelsorger auch für Rettungskräfte da sein, die nach harten Einsätzen selbst mit dem Erlebten kämpfen. Einige Male im Jahr „stehen wir auch den Feuerwehren zur Verfügung“, erläutert Regina Wurst (51). Alarmiert wird die Gruppe über die Integrierte Einsatzleitstelle.

Als Hans-Jörg Eiding bei einer Großfamilie nach einem Todesfall war, war es eine schwierige Situation. Am Ende sagte ein Familienmitglied zu ihm „Danke fürs Menschsein“. Da wusste er, „dass der Einsatz einen Sinn hatte“.


Für unsere Kindergartengruppen gehört der Krippenbesuch zum Beginn eines neuen Kalenderjahres dazu.
Hier ein Bild, aus der Nachbearbeitung des Besuchs: Sogar unser Deutschordensritter bleibt in Erinnerung ...


Das weihnachtlich geschmückte Deutschordensmünster


Gibt es noch eine Krippe, in der "Owie" lacht ...?


Die interaktive Krippe: da hat jemand der Liebesbotschaft Gottes Ausdruck gegeben



Sternsinger in Heilbronn: "Die Menschen öffnen die Türen und ihre Herzen"

Heilbronner Stimme 31. Dezember 2017, 20:34 Uhr und Update: 31. Dezember 2017, 20:34 Uhr von Gertrud Schubert
Sternsinger in Heilbronn: "Die Menschen öffnen die Türen und ihre Herzen"

Herta Saum betreut seit 20 Jahren Sternsinger und ist nach wie vor begeistert von der großen Kinder-Spendenaktion. In ihrer Kirchengemeinde St. Peter und Paul kümmert sich ein engagiertes Team um die Kinderkönige.

Jetzt singen und sammeln sie wieder. In Trier, in Bad Buchau und an Silvester auch in Heilbronn werden die Sternsinger ausgesandt. Herta Saum betreut in St. Peter und Paul in der Innenstadt von Heilbronn die Kinderkönige − seit 20 Jahren schon. Die Freude der Kinder ist einfach mitreißend.

Kommen die Kinder in Scharen?

Herta Saum: Man muss sie ein bisschen überreden. So ganz ohne ist das nicht. Es sind nämlich Weihnachtsferien, da gibt es ein wunderbares Alternativprogramm: Freunde treffen, ins Kino gehen, verreisen ist womöglich attraktiver, als stundenlang durch die Stadt zu ziehen und Leute zu besuchen, auch wenn es draußen kalt und ungemütlich ist.

Wer macht mit?

Saum: Unsere Erstkommunionkinder. Die machen entweder beim Krippenspiel mit oder beim Sternsingen, manche sogar bei beidem. Es teilt sich immer so fifty-fifty. Mir wäre es natürlich lieber, sie würden alle Sternsinger, weil sie da was fürs Leben lernen: Dass Kinder etwas für Kinder machen können. Kinderchorkinder sind dabei, ein paar Ministranten, manche bringen Freunde mit. Wir fragen nicht nach der Konfession. Und alt gediente Sternsinger kommen wieder. Das Ganze ist ein bisschen eine Beziehungsgeschichte. Die kommen gerne, denn die Aktion ist auch lustig bei uns. Da wird viel gelacht.

Einmal Sternsinger, immer Sternsinger? Wie war das bei Ihnen?

Saum: Ich bin 1965 geboren und durfte nicht ministrieren. Aber ich durfte beim Sternsingen dabei sein wie meine Brüder, obwohl das Ganze in Aalen eine große Ministrantenaktion war. Die Stimmung war großartig. Viel Schnee. In den Gewändern rumlaufen. Das gute Gefühl, dass wir erwartet werden.

War es auch wichtig, viel Geld einzusammeln?

Saum: Jaaa. Wir wussten ja, was wir tun ist, einfach gut. Die frohe Botschaft ,die wir in der Kirche hören, die setzen wir um. Wir haben uns gefreut, wenn die Dose nicht von Münzgeld schwer wurde, sondern von Scheinen zugestopft war. Das geht den Kindern heute genauso.

Wird jeden Abend zusammenzählt?

Saum: Die verplombten Dosen werden abgegeben. Punkt 18 Uhr, das ist ein fixer Termin, kommen alle 30 Kinderkönige und Betreuer im Gemeindehaus zusammen. An vier Abenden kochen fleißige Frauen aus der Gemeinde für uns − Linsen mit Spätzle, Auflauf, Maultaschen, Spaghetti. Der Mittag ist nämlich immer lang, die frische Luft macht hungrig. Und am Abend, da tauscht man sich aus. Da wird erzählt und viel gelacht. Das Sammelergebnis machen wir erst am Schluss bekannt. Und am 6. Januar nach dem Gottesdienst gibt es ein Festessen.

Wie oft treffen sie sich zum Üben?

Saum: Dreimal. Die Aktion und das Beispielland werden mit einem Film vorgestellt. Wir üben die Lieder. Die Texte müssen sie auswendig lernen. Wir spielen einen Hausbesuch vor, damit die Kinder sich die Situation vorstellen können.

Und wer wird wer?

Saum: Manche Kinder wollen unbedingt zusammenbleiben. Früher gab es manchmal Diskussion, wer lässt sich die schwarze Farbe ins Gesicht schmieren. Aber jetzt hat man ja Theaterschminke, das geht gut. Bei mir laufen sogar Könige aus Togo mit, nahtlos gebräunt vom Kopf bis zu den Zehen. Jede Gruppe sollte aus vier Kindern bestehen. Wenn aber Not ist, dann trägt auch die Betreuerin den Stern.

Und wann endlich ist Kostümprobe?

Saum: Beim letzten Treffen bevor es ernst wird. Unsere Gewändern sind königlich. "Mei seid Ihr schön", sagen die Leute immer und wollen wissen, wer uns eingekleidet hat. Ingrid Weinreuter aus Böckingen hat vor Jahren unsere Gewänder entworfen und dazu passende Turbane genäht. Die Kinder nehmen die Kleider mit heim. Wir achten darauf, dass in jeder Gruppe unterschiedliche Farben vorkommen.

Wer schreibt, wer sammelt, wer muss schwätzen?

Saum: Also, was sagen muss jeder König. Jeder hat seinen Text. Am Anfang klingt es noch ein bisschen zögerlich: "Gott segne euch im neuen Jahr, das wünscht euch die Dreikönigsschar." Am Schluss kommt das ganz souverän rüber. Nach 80 bis 100 Hausbesuchen kann jeder jeden Text. Die anderen Aufgaben tauschen die Könige untereinander.

Könnten die Könige nicht ein bisschen besser singen?

Saum: Jein. Wir können keine Wunder bewirken. In der Kürze der Zeit kann ich aus den Sternsingern kein Regensburger Domspatzen machen. Manche singen ganz sauber, bei manchen ist es eher ein Brummton oder Sprechgesang.

Zu wem kommen die Sternsinger?

Saum: Jede Gruppe hat eine Liste. Die hat sich im Lauf der Jahre entwickelt. Der Stamm waren anfangs die Abonnenten des Kirchenblatts. Wir werden auch auf der Straße angesprochen und spontan hereingebeten. Die Leute schreiben wir auch auf unsere Liste. Wir singen auch in Altenheimen, in der Polizeidirektion, sogar auf dem Friedhof. In Apotheken und beim Metzger sind wir gern gesehen. Beate Maurer und Sabine Dietz gehen mit ihren Gruppen sogar in Hotels und in Kneipen.

Was bedeuten die Buchstaben an der Haustür? Sind sie nicht auch ein eitles Zeichen der Bewohner: Schaut her, ich habe gespendet?

Saum: Niemals. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass es um Eitelkleit geht. Den Leuten ist der Segen wichtig. Und sie wollen die Kinder mit ihrer Spende unterstützen. Die Menschen öffnen die Türen und das Herz noch mehr. Die Spendenfreudigkeit ist beeindruckend. CMB, sagt der Volksmund, heißt Caspar, Melchior, Balthasar. Aber wir und die Kinder wissen, wie es gemeint ist: Christus mansionem benedicat. Christus segne dieses Haus.

Die Könige werden mit Süßigkeiten überschüttet. Was machen sie damit?

Saum: Sie dürfen sie behalten. Da kommen jedesmal zwei, drei Tüten voll zusammen. Man schmeißt am Abend alles auf dem Tisch zusammen. Gruppenweise. Dann wird erst einmal gestaunt. Und dann wird aufgeteilt, wenn andere weniger bekommen haben. Die Schokolade reicht bis Ostern, locker. Am dritten Tag, wenn es wieder solche Mengen sind, greifen wir Betreuer ein. Wir geben die Süßigkeiten an Meseno, die Tafel, die Bahnhofsmission weiter. Da gibt es kein Murren.

Wie viel haben die Sternsinger Ihrer Gemeinde 2016/17 gesammelt?

Saum: Es liegt immer bei 8000 Euro. Wir hatten auch mal schon 10.000, das war natürlich toll. Das Geld ist wichtig, aber noch wichtiger ist, dass wir die Leute besuchen.