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Deutschordenspfarrei St. Peter und Paul Heilbronn
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Dekanatsmaiandacht in Höchstberg am 6. Mai 2018

Alljährlich versammeln sich die Gläubigen des Dekanats Heilbronn - Neckarsulm zur zentralen Maiandacht im Marienwallfahrtsort Höchstberg.
Der liebe Gott ließ schon den ganzen Tag die Sonne scheinen, so dass alle sich darauf freuen konnten, mit der Lichterprozession am Brunnen in der Ortsmitte die Feier zu beginnen.

Als Zelebranten hatte Dekan Siegbert Denk den Abt des Klosters Ottobeuren, Johannes Schaber, der aus Heilbronn stammt, eingeladen.
Mit einem fröhlichen "Hallo" stürmte er in das Pfarrhaus und brauchte sich nicht vorzustellen, da er ja seinen "Dienstausweis" - den Habit der Benediktiner - sichtbar trug. Seine Herzlichkeit schuf sofort eine gute Gemeinschaft aller Aktiven.

(Info: http://www.abtei-ottobeuren.de/konvent/versuc-ch/)

Der Blumenschmuck, der Kerzenverkauf und die Musik waren bestens vorbereitet, so dass sich die Prozession mit Marienliedern, Rosenkranzgebet und den Grüssauer Marienrufen auf den Weg machen konnte.

"Wunderschön prächtige, hohe und mächtige, liebreich holdselige himmlische Frau" singt die Gemeinde zusammen mit der Blaskapelle so kräftig, dass die Grundmauern der kleinen Wallfahrtskirche "Unsere liebe Frau im Nussbaum" erzittern.

Pfarrer Hansjörg Häuptle von der Seelsorgeeinheit Gundelsheim verkündet das Evangelium, wie Maria losgeht, um Elisabeth zu besuchen.


"Mit Maria unterwegs" - unter diesem Gedanken betrachtet Abt Johannes Schaber dieses Evangelium und bezieht sich auf ein Buch von Zygmunt Baumann: Die Entwurzelten: Was uns bewegt im 21. Jahrhundert - ein Gespräch.
Abt Schaber unterscheidet die Nomaden und die Pilger.
Der Nomade zieht an den ort, wo es Nahrung gibt und bleibt an diesem, solange es ihm (mit Familie und Tieren) gut geht. Er hat keinen Plan, wann und wohin er weiterzieht.

Der Pilger hingegen bricht auf, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Er bleibt nur zum Übernachten und Gottesdienstfeiern an einem Ort. In diesem Zusammenhang erinnerte Abt Johannes an das Lied "Bruder Jakob", welches den Pilger beschreibt, der offenbar die Glocken, die zur Heiligen Messe rufen, noch nicht gehört und verschlafen hat.

Der Pilger wird auf seinem Weg verwandelt, die Wegstrecke, der Wallfahrtsort sind schlussendlich nur Etappen auf dem Weg zu wahren Heimat - dem Himmelreich. Er kehrt gestärkt im Glauben an seinen Ausgangsort zurück.

Maria hat viel zu bedenken, so dass sie zu Elisabeth, der älteren, ebenfalls schwangeren Verwandten aufbricht. Maria kann niemand erklären, warum sie schwanger ist, denn das glaubt doch keiner. So sucht sie mit ihrem Besuch Beistand, Verständnis, Zuwendung und kann Elisabeth in ihrer fortgeschritteneren Schwangerschaft helfen.
Von dieser monatelangen Reise kehrt Maria gestärkt zurück.


Der Glaubende geht seinen Weg als Pilger, aus manchem Leid, dem Gefühl der Ungerechtigkeit sucht er seinen Weg an einen Wallfahrtsort, um dort Stärkung zu erfahren, Kraft zu schöpfen und mit Maria im Gebet zu spüren: das eigentliche und letzte Ziel der Pilgerschaft ist Gott selbst.
So geht der Glaubende viele kleine Schritte, bis er den letzten, großen Schritt vor Gottes Angesicht machen wird.


Nach der Predigt wird mit Gesang und Gebet das Allerheiligste Sakrament verehrt und Abt Johannes spendet den eucharistischen Segen.


"Segne du Maria" tönt es zum Schluss mit machtvollen Stimmen im Kirchenraum.
Deo gratias.