Zum Inhalt springen.
Zur Navigation springen.

Deutschordenspfarrei St. Peter und Paul Heilbronn

Firmung

Zum Empfang des Sakraments der Firmung werden Jugendliche eingeladen, die zwischen 14 und 16 Jahre alt sind. Wird die Taufe meist dem unmündigen Baby gespendet (so dass Eltern und Paten für den Glaubensweg bürgen), entscheidet sich der junge Mensch selbst für den Empfang der Firmung.

"Durch das Sakrament der Firmung werden (die Getauften) vollkommener der Kirche verbunden und mit der besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet: so sind sie noch strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zugleich zu verbreiten und zu verteidigen." So formuliert das 2. Vatikanische Konzil in seiner Konstitution "lumen gentium" die Bedeutung der Firmung.

Die Gaben des Heiligen Geistes (Weisheit, Einsicht/Verstand, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit, Gottesfurcht) ermöglichen auf dem weiteren Glaubensweg, die Botschaft Jesu Christi im persönlichen Alltag zu leben; den Auftrag zu erkennen, wie man IHM nachfolgt.

Aber die Firmung ist nicht nur ein Empfangen, sie ist auch eine Beauftragung:
"... den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zugleich zu verbreiten und zu verteidigen."

Weil diese Aufgabe nicht einfach ist, legen wir großen Wert auf eine gute Vorbereitung der Jugendlichen. Sie sollen einerseits den Glauben und das kirchliche Leben in unserer Gemeinde kennenlernen, andererseits ihre Anliegen, die Situation der jungen Menschen von heute im Gespräch mit den Firmbegleitern diskutieren. Dabei sollen unsere Firmbewerber kritische Fragen nicht zurückhalten. So wie Jesus einstmals mit den Schriftgelehrten und den Menschen aus dem Volk im Gespräch war, so wollen auch wir den Glauben im alltäglichen Leben sichtbar werden lassen und deutlich machen: der Glaube gehört in den Alltag, er hält diesem Alltag stand und ist nicht nur eine Zierde zu Weihnachten und Ostern.

Das Sakrament der Firmung wird vom Bischof gespendet.

Taufbekenntnis

Vor dem Empfang der Firmung bekennen sich die Firmbewerber zu ihrer Taufe. Der Bischof erfragt dieses Bekenntnis, nachdem er einleitend an die Taufe erinnert: "Wir bekennen gläubig, dass der Heilige Geist mit dem Vater und dem Sohn Gott ist und uns das Leben schenkt. Er besiegelt, was er in der Taufe an euch gewirkt hat."

Danach antworten die Firmlinge dem Bischof.

Der Bischof fragt die Firmlinge: Widersagt ihr dem Satan und all seiner Verführung?
Die Firmlinge antworten gemeinsam: Ich widersage.
Der Bischof: Glaubt ihr an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde ?
Die Firmlinge: Ich glaube.
Der Bischof: Glaubt ihr an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der geboren ist von der Jungfrau Maria, der gelitten hat und begraben wurde, von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt?
Die Firmlinge: Ich glaube.
Der Bischof: Glaubt ihr an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der, wie einst den Aposteln am Pfingstfest, so heute euch durch das Sakrament der Firmung in einzigartiger Weise geschenkt wird?
Die Firmlinge: Ich glaube.
Der Bischof: Glaubt ihr an die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben?
Die Firmlinge: Ich glaube.
Der Bischof bestätigt dieses Bekenntnis als den Glauben der Kirche: Das ist unser Glaube, der Glaube der Kirche, zu dem wir uns in Jesus Christus bekennen.

Spendung der Firmung

Nach einem einleitenden Gebet breitet der Bischof die Hände über die Firmlinge aus und betet:
"Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, du hast diese jungen Christen in der Taufe von der Schuld Adams befreit, du hast ihnen aus dem Wasser und dem Heiligen Geist neues Leben geschenkt.
Wir bitten dich, Herr,
sende ihnen den Heiligen Geist, den Beistand.
Gib ihnen den Geist der Weihsheit und der Einsicht,
des Rates, der Erkenntnis und der Stärke,
den Geist der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.
Durch Christus, unseren Herrn."
Alle sprechen: Amen.

Gefäß mit dem Heiligen Chrisam


Dann taucht der Bischof den rechten Daumen in den Chrisam und zeichnet damit auf die Stirn des Firmlings ein Kreuz und spricht dabei:
"Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Der Gefirmte spricht: Amen. Danach entbietet der Bischof den Frieden Jesu Christi: "Der Friede sei mit dir."